Das Food Packaging Forum äußert Bedenken hinsichtlich des FAO-Berichts über recycelte Kunststoffe
Am 26. Juni 2026 äußerte das Food Packaging Forum (FPF) erhebliche Bedenken hinsichtlich des jüngsten Berichts der Ernährungs- und Landwirtschaftsorganisation der Vereinten Nationen (FAO) über recycelten Kunststoff und alternative Materialien für den Kontakt mit Lebensmitteln (FCMs). In einem an die FAO gerichteten Schreiben hob das FPF sechs kritische Punkte hervor:
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Rahmenkonzept und Darstellung: Der FAO-Bericht stellt FCMs aus recyceltem Kunststoff als unverzichtbar für die Reduzierung von Lebensmittelabfällen dar und vernachlässigt dabei wesentliche wissenschaftliche Erkenntnisse, die auf negative Folgen für die menschliche Gesundheit und die Umwelt im Zusammenhang mit recyceltem Kunststoff hinweisen.
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Auslegung wissenschaftlicher Studien: Das FPF wies darauf hin, dass mehrere im Bericht zitierte Studien möglicherweise falsch interpretiert oder unzureichend dargestellt wurden, was den wissenschaftlichen Kontext verzerren könnte.
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Schwellenwert für toxikologische Bedenken (TCC): Der Bericht legt nahe, dass der TCC-Ansatz für die Risikobewertung von Chemikalien mit begrenzten Toxizitätsdaten geeignet ist. Die FPF argumentiert jedoch, dass der TCC als vorläufiges Screening-Instrument konzipiert wurde und erhebliche Einschränkungen aufweist, insbesondere bei Substanzen mit unbekannter chemischer Struktur, die häufig in Lebensmittelkontaktmaterialien vorkommen.
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Regulatorischer Geltungsbereich: Der Bericht befasst sich in erster Linie mit den regulatorischen Rahmenbedingungen in Nordamerika, der EU und Japan, während andere Regionen außer Acht gelassen werden. So verbietet beispielsweise China aus Sicherheitsgründen die Verwendung von recyceltem PET in Anwendungen mit Lebensmittelkontakt.
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Herausforderungen bei der praktischen Umsetzung: Die FPF kritisierte den Bericht dafür, dass er die realen Herausforderungen im Zusammenhang mit recycelten Kunststoffen nicht angemessen thematisiert, was sich daran zeigt, dass große Einzelhändler ihre Zusagen bezüglich des Recyclinganteils in Verpackungen zurückgezogen haben.
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Ansatz zur Risikobewertung: Der Bericht stützt sich auf traditionelle Methoden der Risikobewertung, die neue wissenschaftliche Erkenntnisse nicht vollständig berücksichtigen, darunter Fragen im Zusammenhang mit endokrin wirksamen Chemikalien und der Toxizität chemischer Gemische.
Die FPF fordert die FAO nachdrücklich auf, diese Bedenken bei künftigen Überarbeitungen des Berichts zu berücksichtigen, und ist weiterhin offen für einen konstruktiven Dialog, um die weltweite Verbreitung ausgewogener, wissenschaftlich fundierter Informationen über Lebensmittelkontaktmaterialien sicherzustellen.
