Branchenexperte warnt vor irreführenden Angaben zu „recycelbaren“ Verpackungen

Nachrichten, Sustainability | By: AkvaProfit Team
Veröffentlichungsdatum: Juli 28, 2026

Ein führender Verpackungshersteller, Nick Jones, Managing Director von Ultragraph, hat Bedenken hinsichtlich der Integrität von Produkten geäußert, die als „recycelbar“ gekennzeichnet sind. Er betont, dass viele Marken nachhaltige Verpackungen als bloße Pflichtübung betrachten und die Folgen von Produktionsentscheidungen, die nach der Materialbeschaffung getroffen werden, nicht berücksichtigen.

Angesichts eines jüngsten Berichts, der zeigt, dass Mars, ein wichtiger Akteur im Verpackungssektor, nur 67,6 % seines Ziels erreicht hat, verbraucherorientierte Verpackungen bis 2025 wiederverwendbar, recycelbar oder kompostierbar zu machen, argumentiert Jones, dass die Fokussierung auf die Beschaffung nachhaltiger Materialien nur der Anfang ist.

Jones hebt hervor, dass Entscheidungen im Produktionsprozess, wie die Auswahl von Druckfarben und Beschichtungen, die ökologischen Eigenschaften eines Produkts erheblich untergraben können. Er kritisiert insbesondere die Verwendung von UV-Druckfarben und Folienkaschierung, die Recyclingbemühungen trotz der Verwendung nachhaltig beschaffter Materialien wie FSC-zertifizierter Karton erschweren können.

In einem Whitepaper, das sich an Markeninhaber und Verpackungseinkäufer richtet, betont Jones die Bedeutung des Verständnisses des gesamten Produktionsprozesses. Er rät Einkäufern, sinnvolle Gespräche mit Lieferanten über die Folgen ihrer Entscheidungen zu führen, anstatt davon auszugehen, dass die Wahl nachhaltiger Materialien allein ausreichend ist.

„Ein ‚one size fits all‘-Ansatz reicht einfach nicht aus, wenn es um die Zusammenarbeit mit einem Drucklieferanten geht“, sagte Jones. Er schlägt vor, dass Marken möglicherweise mit mehreren Lieferanten zusammenarbeiten müssen, um deren Stärken zu nutzen und Nachhaltigkeitsziele effektiv zu erreichen.

Jones ermutigt Marken, kritische Fragen zum Schicksal ihrer Verpackungen nach der Produktion zu stellen, einschließlich der Art der verwendeten Druckfarben und Beschichtungen und ob eine Kaschierung notwendig ist. Er ist der Ansicht, dass ein proaktives Gespräch über Nachhaltigkeit zu besseren Ergebnissen führen kann, anstatt sie als nachträglichen Einfall zu behandeln.

Für weitere Einblicke besuchen Sie Ultragraph.

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