FPF fordert verstärkte Chemikaliensicherheit im Entwurf der indischen Norm für Kunststoff-Säuglingsflaschen

Nachrichten, Regulations | By: AkvaProfit Team
Veröffentlichungsdatum: August 6, 2026

Am 30. Juli 2026 reichte das Food Packaging Forum (FPF) Stellungnahmen zum Entwurf der Überarbeitung der indischen Norm für Kunststoff-Säuglingsflaschen ein, der vom Bureau of Indian Standards (BIS) ausgearbeitet wurde. Dieser Entwurf legt Sicherheitsanforderungen für Säuglingsnahrungsflaschen fest und befasst sich mit Materialien, Tests zur chemischen Migration, Kennzeichnung und Produktleistung.

Wesentlich ist, dass der Entwurf den Einsatz von Polycarbonat und Polyethersulfon aufgrund von Bedenken hinsichtlich Bisphenol A (BPA) und Bisphenol S (BPS) verbietet und Migrationsgrenzwerte für bestimmte Stoffe festlegt. Das FPF begrüßte die Initiative des BIS zur Verbesserung des Schutzes von Säuglingen, forderte jedoch strengere Maßnahmen zur chemischen Sicherheit, angesichts der erhöhten Anfälligkeit von Säuglingen für chemische Belastungen.

Die Rückmeldung des FPF hob fünf kritische Verbesserungsbereiche hervor:

  1. Breitere Berücksichtigung von Chemikalien: Das FPF empfahl dem BIS, den Fokus über BPA und BPS hinaus auf andere Bisphenole und gefährliche Chemikalien auszuweiten und vor «regrettable substitution» zu warnen, bei der schädliche Stoffe durch ähnliche Alternativen ersetzt werden.

  2. Grössere Bandbreite an chemischen Beschränkungen: Der Entwurf behandelt hauptsächlich Schwermetalle, BPA und di(2‑ethylhexyl)phthalat (DEHP), doch das FPF stellte fest, dass Lebensmittelkontaktmaterialien häufig eine breitere Palette an Stoffen wie Weichmacher und Stabilisatoren enthalten, die ebenfalls bewertet werden sollten.

  3. Nicht absichtlich hinzugefügte Stoffe (NIAS): Das FPF drängte das BIS, NIAS zu berücksichtigen, einschließlich Verunreinigungen und Abbauprodukte, die trotz fehlender absichtlicher Zugabe während der Herstellung in Lebensmittel migrieren können.

  4. Auswirkung der Nutzung auf Materialeigenschaften: Das Forum wies darauf hin, dass wiederholtes Erhitzen und Reinigen von Säuglingsflaschen deren Materialeigenschaften im Laufe der Zeit verändern und potenziell zur Freisetzung von Mikro‑ und Nanoplastikpartikeln führen kann.

  5. Säuglingsspezifische Vulnerabilität: Das FPF betonte die Notwendigkeit, bei der Festlegung chemischer Sicherheitsanforderungen und Migrationsgrenzwerte die besonderen Verwundbarkeiten von Säuglingen zu berücksichtigen, insbesondere angesichts von Belegen, die mehrere endokrin wirksame Chemikalien mit negativen Entwicklungseffekten in Verbindung bringen.

Um die künftigen Aktualisierungen der Norm zu unterstützen, verwies das FPF das BIS auf öffentlich zugängliche wissenschaftliche Ressourcen, darunter seine FCCmigex‑Datenbank für Migrationsdaten und FCCprio zur Priorisierung gefährlicher Lebensmittelkontaktchemikalien. Dieser kooperative Ansatz zielt darauf ab, die Sicherheit und Nachhaltigkeit von Kunststoff-Säuglingsflaschen zu gewährleisten.

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