Lebensmittelverpackungen auf Faserbasis werden angesichts regulatorischer Änderungen voraussichtlich bis 2045 den Markt dominieren

Nachrichten, Sustainability | By: AkvaProfit Team
Veröffentlichungsdatum: Juli 8, 2026

Eine aktuelle Studie von Smithers und UPM Specialty Materials prognostiziert, dass Lebensmittelverpackungen auf Faserbasis bis 2045 zum führenden nachhaltigen Material werden. Dieser Wandel wird auf Fortschritte bei den Barrierebeschichtungstechnologien, weltweit verschärfte Vorschriften und eine deutliche Abkehr der Verbraucher von Einwegkunststoffen zurückgeführt.

Die Studie, in die Erkenntnisse von über 230 Verpackungsfachleuten einflossen, zeigt, dass der Marktanteil von Verpackungen auf Faserbasis voraussichtlich von derzeit 37 % auf 42 % im Jahr 2045 steigen wird. Bemerkenswert ist, dass 71 % der Befragten der Ansicht sind, dass Verpackungen auf Faserbasis dank Innovationen, die ihre Funktionalität in Lebensmittelanwendungen verbessern – einem Bereich, der traditionell von Kunststoffen dominiert wird –, als die nachhaltigste Option anerkannt werden.

Janne Varvemaa, Direktor für Produkte und Technologie bei UPM Specialty Materials, betonte, wie wichtig es sei, die Kunden bei diesem Wandel zu unterstützen und sicherzustellen, dass leistungsstarke, nachhaltige Lösungen zur Verfügung stehen, ohne dabei Kompromisse bei der Funktionalität einzugehen.

Der Bericht zeichnet zudem ein Zukunftsszenario auf, in dem Nachhaltigkeit nicht mehr nur ein Differenzierungsmerkmal für Marken ist, sondern durch staatliche Vorschriften vorgeschrieben wird. Beachtliche 71 % der Umfrageteilnehmer gehen davon aus, dass solche Vorschriften die Entscheidungen bei der Verpackungswahl neu gestalten werden, wobei Systeme der erweiterten Herstellerverantwortung (Extended Producer Responsibility, EPR) und Ökoabgaben eine entscheidende Rolle bei der Materialauswahl spielen werden.

Die Recyclingquoten für Lebensmittelverpackungen werden voraussichtlich von 31 % im Jahr 2030 auf 37 % bis zum Jahr 2045 steigen. Es bleiben jedoch Herausforderungen bestehen, insbesondere in Regionen wie den USA und dem asiatisch-pazifischen Raum, wo Infrastruktur und rechtliche Rahmenbedingungen im Vergleich zu Europa weniger gut entwickelt sind.

Ciaran Little, Vizepräsident der Global Consulting Information Division bei Smithers, verwies auf das Engagement der Branche, die Recyclingquoten zu steigern und sich an neue Vorschriften anzupassen, insbesondere da EPR und Ökomodulation die Materialauswahl beeinflussen. Die fortlaufende Innovation im Bereich der Barrieretechnologien ist entscheidend dafür, dass Verpackungen auf Faserbasis effektiv mit Alternativen aus Kunststoff konkurrieren können.

Für einen umfassenden Überblick über die Ergebnisse und Expertenmeinungen steht der vollständige Bericht „Sustainable Food Packaging to 2045“ zum Download bereit.

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