BOBST und Michelman arbeiten gemeinsam an der Skalierung nachhaltiger Verpackungslösungen
In einer kürzlich geführten Diskussion betonten BOBST und Michelman die entscheidende Bedeutung von Zusammenarbeit und Skalierbarkeit bei Innovationen im Bereich nachhaltiger Verpackungen, da die Branche vor drängenden gesetzlichen Fristen steht. Die Nachhaltigkeitsstrategie von BOBST legt den Schwerpunkt auf Kreislaufverpackungen und Ein-Material-Lösungen wie oneBARRIER, räumt jedoch ein, dass die branchenweite Skalierung dieser Lösungen mit Herausforderungen verbunden ist.
Zu den wichtigsten Hindernissen zählen der langwierige Prozess, den Verarbeiter bei der Identifizierung und Entwicklung effektiver Produktionsmethoden durchlaufen müssen, sowie der Bedarf an neuen Technologien und der Integration von Anlagen. Dank seiner Expertise in Forschung und Entwicklung sowie im Bereich innovativer Maschinen ist BOBST in der Lage, Akteure entlang der gesamten Wertschöpfungskette zu unterstützen – von Materiallieferanten bis hin zu Markeninhabern.
Angesichts der näher rückenden Nachhaltigkeitsfristen betont BOBST die Dringlichkeit, dass die Branche handelt, insbesondere vor dem Hintergrund des aktuellen geopolitischen Klimas, das den Fortschritt behindern könnte. Das Unternehmen arbeitet mit Initiativen wie CEFLEX und der 4evergreen Alliance zusammen, um die Recyclingfähigkeit und die Faserrückgewinnung zu verbessern, und unterstreicht dabei, dass echte Innovation eine echte gemeinsame Gestaltung über die gesamte Wertschöpfungskette hinweg erfordert.
BOBST konzentriert sich zudem darauf, Nachhaltigkeit und industrielle Leistungsfähigkeit durch energieeffiziente Maschinen und reduzierten Materialabfall in Einklang zu bringen. Zu seinem Ansatz gehören Datenmanagement und Automatisierung, wodurch sich der ökologische und wirtschaftliche Wert messen lässt. Zu den bemerkenswerten Innovationen zählt das KI-gestützte iMA-System für die Vakuummetallisierung, das Abfall reduziert und den Durchsatz steigert.
Angesichts der verschärften EU-Vorschriften zu Verpackungsabfällen hat sich BOBST dazu verpflichtet, Kunden dabei zu unterstützen, ihre Betriebsabläufe zukunftssicher zu gestalten, indem verschiedene nachhaltige Lösungen erprobt werden, die den Kriterien hinsichtlich Beschaffung, Verarbeitbarkeit und Kosten entsprechen. Das Unternehmen strebt an, seinen Geschäftsbereich „Packaging Use & End-of-Life“ bis 2030 als anerkannten Motor für umweltfreundlichere Verpackungen zu etablieren.
Michelman hingegen setzt sich für Nachhaltigkeit als primäres Ziel und nicht als sekundären Vorteil ein. Das Unternehmen konzentriert sich auf die Entwicklung multifunktionaler Barrierebeschichtungen, die recycelbare und kompostierbare Verpackungslösungen ermöglichen. Die Zusammenarbeit mit BOBST hat zu bedeutenden Fortschritten bei Hochbarrierebeschichtungen und der Produktlinie „oneBARRIER“ geführt.
Es wird erwartet, dass aufkommende nachhaltige Technologien, wie biobasierte und kunststofffreie Barrierebeschichtungen, an Bedeutung gewinnen werden – angetrieben durch regulatorische Rahmenbedingungen und sich weiterentwickelnde Designkriterien. Dennoch bleiben Herausforderungen bestehen, darunter die Einhaltung von Vorschriften, das Erreichen der erforderlichen Barriereeigenschaften und die Gewährleistung effektiver Recyclingprozesse.
Beide Unternehmen sind sich bewusst, dass nachhaltige Lösungen zwar ökologische Vorteile bieten, die Kosten jedoch nach wie vor ein Hindernis für eine breite Einführung darstellen. Kontinuierliche Innovation, regulatorische Anreize und Skaleneffekte werden entscheidend sein, um diese Herausforderungen zu meistern und eine echte Kreislaufwirtschaft im Verpackungsbereich zu erreichen.
