93 % der britischen Unternehmen passen sich an die neuen EU-Verpackungsvorschriften an

Nachrichten, Regulations | By: AkvaProfit Team
Veröffentlichungsdatum: August 13, 2026

Eine aktuelle Umfrage von Advanced Supply Chain zeigt, dass 93 % der britischen Unternehmen ihre Verpackungsstrategien als Reaktion auf die bevorstehende EU-Verordnung über Verpackungen und Verpackungsabfälle (PPWR), die am 12. August 2026 in Kraft tritt, anpassen. Die PPWR zielt darauf ab, die Kreislaufführung von Verpackungen durch Anforderungen an Recyclingfähigkeit, Recyclinganteil und Verpackungsminimierung zu verbessern.

Die Umfrage, an der 200 Hersteller und Lieferanten aus verschiedenen Nicht-Lebensmittel-Sektoren teilnahmen, ergab, dass 16 % ihre Verpackungen bereits zur Erfüllung der Compliance-Standards geändert haben, während 39 % aktiv Änderungen vornehmen. Zudem überprüfen 32 % derzeit ihre Verpackungsformate, was auf eine bedeutende Verschiebung in der Branche hinweist.

Stuart Greenfield, UK- und Europäischer Vertriebsdirektor bei Advanced Supply Chain, stellte fest, dass die PPWR zwar eine EU-Verordnung ist, viele britische Unternehmen deren Grundsätze jedoch auch für Verpackungen anwenden, die außerhalb der EU eingesetzt werden, um einen reibungslosen Handel mit europäischen Kunden sicherzustellen. Dieser Trend führt zu standardisierten Verpackungsformaten, die helfen, Kosten zu kontrollieren und die Logistik zu vereinfachen.

Darüber hinaus hat die Einführung des Extended Producer Responsibility-Systems für Verpackungen (pEPR) die Lage weiter verkompliziert. Dieses System verlagert die finanziellen Belastungen der Verpackungsabfallbewirtschaftung von den Kommunen auf die Unternehmen, was bei 70 % der befragten Firmen zu verstärkten Umpackanforderungen führt. Folglich berichteten 47 % von steigenden Mengen an Verpackungsabfällen, während 37 % einen Anstieg von Verpackungsfehlern verzeichneten.

Anthony Brimelow, Miteigentümer und Commercial Director des Verpackungsherstellers Duo, hob hervor, dass bei Unternehmen ein wachsender Fokus auf Nachhaltigkeit zu beobachten ist. Er verzeichnet einen Zuwachs beim Einsatz von Recyclinganteilen, der richtigen Dimensionierung von Verpackungen und leichten Materialien. Er warnte jedoch, dass Nachhaltigkeitsbemühungen die Verpackungsintegrität nicht beeinträchtigen dürfen, und deutete auf Innovationspotenzial bei fortschrittlichen Materialien hin, die Festigkeit und Effizienz in Einklang bringen.

Während Unternehmen die Anforderungen des pEPR bewältigen, erwartet Greenfield einen Rückgang der mit Umpackungen verbundenen Verpackungsabfälle, da Unternehmen ihre Lieferantenstandards und Compliance-Maßnahmen überdenken. Diese Verschiebung dürfte den Produktschutz, die Kundenerfahrung, die Kostenkontrolle und die Nachhaltigkeit entlang der Lieferkette verbessern.

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